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Feedback jeder Art Nicht im gleichen Maß

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An manchen Tagen ist das Licht eine Zumutung.
Alles rückt zu nah.
Die Gedanken laufen voraus, der Körper hält mit,
und der Schlaf ist da, aber nicht brauchbar.

Dann kippt es.
Nicht als großes Ereignis.
Eher wie ein Entzug.
Dinge verlieren ihren Zug,
Sätze ihren Willen,
Nähe ihren Platz.

Was eben noch trug,
steht kurz darauf auf der falschen Seite.
Was Trost hätte sein können, wird Last.
Was gesagt werden wollte, bleibt liegen.

Vielleicht erschöpft
weniger das Extreme
als der Mangel an Verlässlichkeit:
dass nichts seine Temperatur hält.
Dass man nicht einmal sicher sein kann,
ob man gerade spricht
oder nur von etwas in sich gesprochen wird.

Man sitzt im eigenen Leben
und ist doch nicht am richtigen Platz.
 
Guten Abend Driekes, ich lese hier heraus, dass beim LI die Stimmung kippt. Was eben noch wertig, ist jetzt unbrauchbar geworden; mehr noch eine Last. Keine Gewohnheit schützt vor dieser plötzlichen Veränderung der Wahrnehmung. Das Licht, welches eigentlich Energie und Freude spendet, wird zur, wie Du es beschreibst "Zumutung". Es ist, als springt das LI von einer Waagschale in die andere und kann einfach die Gefühle nicht ausbalancieren. Vielleicht ist gerade das die Herausforderung, der sich das LI zu stellen hat, die Gedanken und Gefühle in Einklang zu bringen sowie im Leben den richtigen Platz für sich zu erkennen.

Liebe Grüße Juls.
 
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Hallo Driekes,
sich "fehl am Platz" zu fühlen kann einen leicht verunsichern.
Vielleicht könnte eine Auszeit an einem vertrauten Ort helfen wieder das Gleichgewicht zwischen Innen und Außen zu finden!
Konstruktiv bin ich über die lautliche Wiederholung von "Entzug und Zug" gestolpert, eventuell wäre "Dinge verlieren ihren Anschluss" eine Alternative.
LG
Perry
 
Hallo @Driekes

Ich sehe das so:

Der Text beschreibt eindringlich das leise Verrutschen der inneren Welt, bei dem nichts laut wird und doch alles aus dem Gleichgewicht gerät. Besonders stark ist die Art, wie er die Unzuverlässigkeit der eigenen Wahrnehmung fasst – das Gefühl, dass Dinge ihre Temperatur verlieren und man selbst nicht mehr weiß, ob man spricht oder gesprochen wird. Es geht nicht um Balance oder Auszeit, sondern um ein feines Entfremden, das einen aus dem eigenen Leben rückt, ohne dass man wirklich verschwindet…

Okay, vielleicht liege ich daneben…
Dann mache ich jetzt Platz für andere Interpretationen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Driekes
Manchmal wird man auch aus einem Wohlfühlplatz geworfen. Das erlebt man oft in Vereinen, dass die Stimmung bei einzelnen Personen kippt.
Vieles kann man sicher auch auf die eigene gesundheitliche Verfassung beziehen
Die Kommentare sind alle sehr interessant
Bin gespannt auf Deine Aussage
 
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