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Feedback jeder Art Rand der Dinge

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Nähe am Rand der Dinge — wo die Welt kurz verstummt.


Komm mit mir hinaus
in die Nacht.

Der Tag lässt los.
Einfach.
Als wäre ein Schalter umgelegt.

Die Geräusche werden dünn.
Was bleibt,
ist ein Rückstand,
der sich nicht erklärt.

Komm mit mir dorthin,
wo keiner hinsieht.

Weg von Fenstern,
weg von Stimmen.

An den Rand der Dinge:
Straße, Feld, Graben.

Dunkel,
das nicht tröstet
und nicht droht —
nur da ist.

Komm mit mir.

Ich will dich nah.
Nicht als Gedanke.
Als Wärme.

Dein Mund.
Dein Atem.

Deine Augen,
die mich halten,
wenn alles schwarz wird.

Wir gehen langsam,
damit nichts auffährt.

Der Wind zieht vorbei.
Die Bäume stehen still.

Keine Kulisse.
Eher: Gewicht.
Schweigend.

Die Nacht nimmt
die Farben weg.

Konturen schärfen sich.
Es bleibt wenig —
aber es stimmt.

Komm in diese Dunkelheit.

Dorthin,
wo die Welt
für einen Moment aufhört,
uns zu meinen.

Wo nur noch wir bleiben:
Schritt für Schritt.

1769443789318.png



Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
 
Hallo Driekes,
sprichwörtlich könnte man anmerken, im Dunklen ist gut Munkeln!
Dein Bilder greifen aber tiefer in die Gefühle von Menschen, die sich vermutlich nicht bei Tageslicht lieben dürfen.
Gern reflektiert und LG
Perry
 
Hallo Driekes

Die Bilder wirken auf mich atmosphärisch sehr dicht, irgendwie liegt ein Schleier auf den Dingen/emotionalen Welten.
Die Aufforderung 'Komm mit mir' ist ein Anker in dunkler Nacht, fast ein Schrei nach Rettung.
Fesselnd geschrieben!

LG Teddybär 🐻
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Driekes,

das LD aufzufordern mit in die Dunkelheit zu gehen
um die absolute Nähe des LI zu spüren ist eine
fantastische Idee, da es dort keine Ablenkung geben kann
wenn man die Gratwanderung zwischen den Welten begeht
und die Emotionen, Körper Geist und Seele der Zwei eins werden-

Diesen Weg, Zeile für Zeile, bin ich gerne gegangen.

MfG
Monolith
 
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