Wider eine allgemeine Schwarzmalerei
Ach, du lieber Mai,
wie schnell ist deine Blütezeit vorbei!
Ach, du lieber Augustin,
längst ist nicht alles verloren und hin!
Viele, besetzt von Angst, sehen schon
den atomaren Untergang der Welt am Horizont
Doch ungewollt fordern sie auch
Gegenkräfte heraus.
Man bedenke, wo viel Schatten,
dort ist auch viel Licht zu Haus.
Belasten wollte man stets die Zukunft nicht
mit Katastrophen der Gegenwart.
Was ist nach 1918 aus dem „Untergang
des Abendlandes“ geworden?
Was aus den Ängsten der 50er Jahre
über Atomkrieg, Rezession, Arbeitslosigkeit,
aus Kommunismus und der jugendlichen Rebellion
der Achtundsechziger, was aus Rock and Roll geworden?
1975 hieß es „Ein Planet wird geplündert!“ und ab 2008
sollte es keine Bäume mehr im Schwarzwald geben.
Jedesmal, wenn Untergangsängste
die Gemüter erfassten, ging es darum, die Zukunft nicht
mit dem Elend der Gegenwart zu belasten.
So helfen Ängste der Änderung, dem Fortschritt,
dem Überleben auf die Sprünge und der Untergang
des Menschengeschlechtes wurde jedesmal vertagt,
Hoffen wir auch dieses Mal, denn wo die Angst,
da öffnet sich ein Weg zur Zukunft.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 04.05. 2026)
Ach, du lieber Mai,
wie schnell ist deine Blütezeit vorbei!
Ach, du lieber Augustin,
längst ist nicht alles verloren und hin!
Viele, besetzt von Angst, sehen schon
den atomaren Untergang der Welt am Horizont
Doch ungewollt fordern sie auch
Gegenkräfte heraus.
Man bedenke, wo viel Schatten,
dort ist auch viel Licht zu Haus.
Belasten wollte man stets die Zukunft nicht
mit Katastrophen der Gegenwart.
Was ist nach 1918 aus dem „Untergang
des Abendlandes“ geworden?
Was aus den Ängsten der 50er Jahre
über Atomkrieg, Rezession, Arbeitslosigkeit,
aus Kommunismus und der jugendlichen Rebellion
der Achtundsechziger, was aus Rock and Roll geworden?
1975 hieß es „Ein Planet wird geplündert!“ und ab 2008
sollte es keine Bäume mehr im Schwarzwald geben.
Jedesmal, wenn Untergangsängste
die Gemüter erfassten, ging es darum, die Zukunft nicht
mit dem Elend der Gegenwart zu belasten.
So helfen Ängste der Änderung, dem Fortschritt,
dem Überleben auf die Sprünge und der Untergang
des Menschengeschlechtes wurde jedesmal vertagt,
Hoffen wir auch dieses Mal, denn wo die Angst,
da öffnet sich ein Weg zur Zukunft.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 04.05. 2026)