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in der miesmuschelgischt, im austernschrot, im pelzigen spülsaum vor kap hoorn und navarino island, wo lachskinder in der hohlhehlenbrandung unter firneis begraben sind,   im kieseldickicht, wo rotlappig der seetang schläft, draußen vor den mahlgründen schottergräben und rauchigen trögen, wo schäumend der bruchschill zottiger spanten und rahen zwischen schütterem rost, splitterbohlen und spelzigen planken zu knorpligen domen verwächst,   wo der westwindchoral die gesänge der selknam und...
Jahrtausend neu ergänzt die Zeit welch Werk der Technik allen hold gebautes trotzt der Ewigkeit und uns durchströmt Amper und Volt.   Der Flug zum Mond lässt alle hoffen sind wir die Krönung der Natur Antike Völker übertroffen Ägypter, Griechen, Römer mit Bravur.   Doch darf man, Angesichts der Lage wagen der Stamm der Menschen ist entzweit Aktion und Wirkung zu erfragen denn eine Hälfte hat alles, die andere Leid.   Der Bürgerschaft den Mindestlohn der Vorstand stößt sich dankend satt...
Mitternächtlich tönt der Eule Ruf durch modrig kalte Grabesstille, und es entweicht aus alter Gruft ein fahler Brief als Geisterwille gar säuselnd in die Friedhofsluft:   Auf die Stille folgt - die Frage   „Seid gegrüßt, werter Gruben-Nachbar. Wiewohl ich zu schätzen weiß an Eurer Seit` zu liegen, der einst großer Dichter und achtbar war, so möcht` ich gern erfragen, was denn Eure Meinung sei zu Schreibern, Poeten - sonstgem Exemplar?“   Auf die Frage folgt – die Antwort!   „Dem Tod zum...
Ich lief durch die Gassen die Nacht war noch nicht alt Ich sah eine Kerze flackern in der Schmiede dort am Wald   Ich schlich mich an und lauschte hörte Knechte und den Schmied Der sagte ihnen leise: "Ihr sollt wissen, was geschieht   Der König fordert Teller neue Kelche für den Wein Am Hofe wird gefeiert nächste Woche wird es sein   Er läd ein zum Jahrestag seine Tochter wird vermählt Das weiß keiner der Gäste Wehe dem, der es erzählt."   Der Schmied und seine Knechte hatten jetzt...
Ein älteres Gedicht, das ich bereits 2012 schrieb. Aus aktuellem Anlass überarbeitet. Wie bei manchen meiner älteren Gedichte war auch bei diesem ein 'Auf-den-aktuellen-Stand-bringen' nur begrenzt möglich, dafür ist es zu alt. Aber ich habe mein Bestes getan.     Pantheon   Die Welt gerät notorisch aus dem Lot, sie wird von Geifer, Hass und Neid besetzt, wobei die Menschheit immer mehr verroht. Sagt Thanatos, der seine Sense wetzt! Eirene flieht, von Ares fortgehetzt: Mein Krieg...
  Der Tag, weggeworfen wie alte Kleider: erdbeerfarbener Lippenstift, fremder Schweiß.   Ich spüre deine Küsse auf ihre sommerwarmen Arme an mir herunterperlen.   Aus meinem Traum greife ich nach den flüchtigen Bildern, zu spät. Die Nacht lockt mit Vergessen.   Warme Tränen fressen Rinnsale in das weiße Bett, Schneeflocken fallen weich auf meine Lider.   Die Flammen, die dich tanzend von mir ziehen, verlieren ihre Kraft – vor solchem Winter, und sie vergolden das letzte...
Wasserfälle     Lärmend stürzend in den Abgrund Reißt es mit Geröll und Stein Reibt die Haut des Felsens blutwund Wasser - wütend, klar und rein     Es ergießt sich unter Tosen In den kleinen blauen See Auf ihm liegen Wasserrosen Und die Gischt schäumt weiß wie Schnee     Oh, die wilden Wassermassen Schlagen feurig Wellen auf Und der Felsen kann nicht fassen Diesen rasend Flutenlauf     Doch der gute See, der warme Fängt den Schwall mit seinem Leib Nimmt das Wasser in die Arme Bis es sanft...
Laut ist nicht die Stadt geworden. Laut bin ich. Und in mir überborden, Gesicht um Gesicht. Verdunkeln gröhlende Horden mir Sterne und Mond und Augenlicht.   Einer, der bietet Wunder feil, in betörenden Worten. Sein Ruf, so voller Seelenheil aus scheinheiligen Orten. Ein Geplapper verspricht, in sich Morgen zu horten. Und jeder beruft einen anderen Teil.   Lautstark sind sie. Einerlei. Giganten aus greller Schreierei. Beliebige, knallgelbe Schrei-Kleckserei...
Der Seele Todesstich (Juni 2012)   Ein dunkler Schatten senkt sich kalt auf meinen Geist hernieder und fährt mit tödlicher Gewalt in meine schwachen Glieder.   Mein einz'ger Trost, die Glaubenskraft, vermag nicht mehr zu heilen. Der gute Wille ist erschlafft. Wie lang muss ich noch weilen   als triebige Phantomgestalt in trügerischen Welten, wo einst mein Sehnen Einem galt, das nun will nichts mehr gelten?   Vorbei der Traum; mein Sehnsuchtswahn, der mich ins Unglück stieß! Es war...
Wir plagen uns mit Herzbeschwerden, dagegen hilft kein Zauberkraut. Wir leiden, nichts wird besser werden, und die Symptome jammern laut.   Wir kennen kein probates Mittel. Wir sind allergisch, missgestimmt. Sogar ein Arzt mit Doktortitel, kein Mann, der uns die Schmerzen nimmt.   Dann greifen wir zu Schlaftabletten, und spülen nach mit Bier und Wein. Das wird nicht unsre Wogen glätten. Wir gehen wie die Primel ein.   Wir tragen schwer am Liebeskummer. Wir greifen nach dem Telefon. (Kein...
Der Wand'rer späht ins Tale weit, Vom Berge hoch hin nach der Zeit. Vom Aufstieg müd' er seufzend blickt, durch hohe Nebel weit zurück.   In Bälde doch er gibt es auf, zu suchen nach des Tales Lauf. Denn eilig, kalt, der Mantel graut, bis einsam klingt kein einz'ger Laut.   Und nun der Wand'rer sitzt allein, Glaubt still nun doch verlor'n zu sein, und eine Träne bricht das Licht.   Nicht möglich, da der Schein so fahl, der Abstieg liegt zurück ins Tal, den Pfad nach oben sieht er nicht.
Ein junger Hahn hat’s schlimm getrieben, er wollte nicht wie üblich lieben. Die Wollust hat ihn nur gepackt beim wilden Sadomaso-Akt.   So ließ er sich vom Geißbock rammen und war ganz stolz auf seine Schrammen. Er hielt nicht viel von Hühnerfraun, er stand auf Sex am Weidezaun,   genoss die stromgepeitschten Wogen, so heftig, bis die Federn flogen. Oft reizte er des Bauern Hund und war entzückt, biss der ihn wund.   Der Hahn stand grad in voller Blüte, da fand er eine...
      Dunkeltier   Der Nachtmahr ist ein Dunkeltier mit funkenschwarzem Fell. Der Schatten ist sein Jagdrevier; spielt er sein Katzjagdmaus mit dir sei lautlos, schlau und schnell.   Der Nachtmahr jagd mit Schaudergift. Nun lauf mein Mäuschen, lauf! Wenn dich sein spitzer Stachel trifft, fühlst du dich gruselalpbekifft und wachst mit Sternweh auf.   Der Nachtmahr riecht nach Angst und Schreck, und hext dir einen dicken Kloß in deinen Hals. Renn bloß nicht weg! Lock ihn zur Falle mit dem...
Errötender Sprudel   sprühende Empfängnis   für flammende Melancholie   getragen vom schmelzenden Herzen   kreisend...   unter tauender Träne   verschwommne Abendklänge streifend   inmitten geronnener Zeit
Das Wunder des Lebens   Am Kruzifix zu Golgata da wuchs ein grüner Zweig Der Lebensbaum der Sünder war Zu zeigen sich bereit   Was alle für ein totes Holz hielten und kaum glaubten was sich da reckt empor so stolz als sie genau hinschauten   Er streckte sich zur Sonne hin zu zeigen in die Höhe wo Gott vom Himmel auf sie schien von weitem ohne Mühe   Doch wurd’ das Leben abgetrennt das Wunder ging wohl schief: die Pfaffen haben sich empört - es wuchs etwas zu tief.
Die Kraniche zieh'n übers Land mit heiserem Geschrei, trompetend geben sie bekannt, der Sommer ist vorbei.   Nun kommt die lange, schwere Zeit mit Kälte, Schnee und Dunkelheit, kein Vogelsang, kein Blumenblüh, Tristesse nur von spät bis früh.   Doch sei gewiss, das geht vorbei, dann kommen sie zum Glück, und bringen lauthals mit Geschrei den Sommer uns zurück.
Wenn die Schafe auf der Weide friedlich grasen vor sich hin, hat der Schäfer seine Freude, geht ihm manches durch den Sinn.   Lämmer machen Freudensprünge, Mütter schau'n gelassen zu, und der Schäfer hält nun inne, kommt nun endlich auch zur Ruh'.   Mit dem Hund an seiner Seite ist er draußen nie allein, suchen Schafe mal das Weite, holt er sie gleich wieder ein.   Treue Hundeaugen schauen manchmal tief in ihn hinein, kann ihm alles anvertrauen, es wird sein Geheimnis sein.   's ist...
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