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In dunklen Gassen      in dunklen Gassen  seh ich sie mit Männern  verlassen in den Rändern  der Laternlichter    wimmernd bettelnd  vor Gesichtern  die schöne Jugend  war verloren    Unterschied Macht  Menschenklassen  und Tote  neugeboren    in Kleidern in Fetzen  zwischen Mauern  seh ich rote Flecken  Wangen schöner Haut   die wahr und falsch  in Unrat kauern  zuweilen verbraucht  und abgebaut    ich sah sie vor'm Fenster weinen von innen schlug man sie mit...
Die, die einmal glücklich waren und so unsagbar verliebt, streiten sich seit vielen Jahren, dass es heftig funkt und stiebt.   Er will seine Zeitung lesen, doch sie quasselt auf ihn ein. Wo sie früher nett gewesen, sind sie nur noch hundsgemein.   „Solltest du mal vor mir gehen“, wettert er und dreht sich um, „wird auf deinem Grabstein stehen: Hier ruht Martha, endlich stumm.“   „Sicher werd ich überbleiben“, kontert sie mit viel Gekeif, „und auf deinen Grabstein schreiben...
Dämmerung   Auf Wolkenschiffen gleitet des Tages letzte Sonnenfracht dahin.   Dunkel schimmert ihr Rumpf im blassen Blau.   Allmählich  erstarrt des Sommers bunte Vielfalt in lichtlosem Schweigen.   Behutsam legt die Nacht ihren Sternenmantel über Flur und Tal.   Blitzend fallen Hoffnungen daraus ins Unendliche. Ihre Inhalte bleiben Geheimnis.
es blüht ein rosenhauch auf meinen wangen allein beim an-dich-denken ich möchte dir die schönsten worte schenken doch sind mir alle worte ausgegangen   kein satz vermag dein leuchten einzufangen ich kann mein herz nicht lenken und möchte dir die schönsten worte schenken doch blüht nur rosenhauch auf meinen wangen   wie könnte ich dich je in verse fassen? ich kann nur eins: es lassen  
Aufgepasst, Humor!       Markttage     Es gibt sie, diese Tage. Morgens um halb vor unausgeschlafen musste sie sich mit ihren sich fragenden, wachgewordenen Hirnzellen überlegen, halbschlau wenigstens, was sie anzog. Wer hätte das gedacht, dass sie soweit kommen würde. Sie durfte schliesslich an solchen Tagen nicht vom Regen durchnässt, von einigen Wenigen länger beäugt oder auch nur zu kurz - mitleidig angeschaut werden – die Verkaufsstrategie eben. Ein einfaches Outfit zwischen...
Ein Tropfen sagt zu seiner Frau : "Laß uns diesmal springen Es geht gut...ich weiß genau der Wind wird Glück uns bringen   Der liebe Gott liebt uns so sehr Er wird uns Segen geben Wir landen dann bestimmt im Meer und werden ewig leben   Dann können wir jede Brise fühlen glitzernd grün und blau vereint und werden Riffe sanft umspülen wo morgens schon die Sonne scheint"     Doch ein Rabe kommt geflogen durch den Sprung ins Glück hinein Von schwarzen Federn aufgesogen...
  Euer Gott ist nicht mein Gott euer Wort mir nicht heilig kein Gebot mir Gesetz das ich nicht selbst unterschrieben habe   euer Hass war nie meiner und fand keine fruchtbare Erde die Saat ging nicht auf und nichts gedieh allein weil ihr's beschwört.   Und nun? Steinigt es mein sündiges Haupt! Ich habe den Glauben verraten.   Den ihr richtet im Namen der Liebe wird nimmer aus Asche sich heben und durfte nie sein   den ich wahre im Kern unbändiger Sprache mag Schweigen...
Pamphlete (ein Dichter in düsteren Zeiten)     In diesen finsteren Zeiten fließen allein Pamphlete von allein. Dem müden Dichter pinkelt der Geist der Zeit ans rechte Bein.   Ihm ist das Herz so kalt geworden, der Kopf so voll, das Ohr so taub; durch immer neue Geister zerfällt die Feder ihm zu Staub.   Er schrieb` so gerne von der Liebe, von Mythen, Sonne, fremdem Wein. Erlebtes und Geträumtes, das gibt es nurmehr als Gestein.   Und will kein warmes Wort sich finden...
Ich verspeiste eine Nadel, samt dem Faden und dem Öhr. Das geschah auf meinem Radel, auf der Friesland-Insel Föhr.   Beim Versuch sie auszuscheiden, stellte sie sich einfach quer. Nein, wie musste ich da leiden, doch das half mir auch nicht sehr.   Die Idee von meinem Manne: „Schlag ein Rad, dann dreht sie sich“ und nun schlug ich volle Kanne, doch die Nadel, Stich für Stich,   nähte, oh welch ein Malheur samt dem Faden und dem Öhr, meinen Ausgang zu von innen und so gab es...
Er schrieb spontan aus seiner Sicht ein ehrliches Gefühlsgedicht und wurde kritisch abserviert: "Nicht nachgedacht, nur hingeschmiert!" Er nahm den Text sogleich zur Hand und formte ihn mit mehr Verstand. Doch die Kritik fand dieses Mal: "Der ist zu knapp und rational!" Er gab nicht auf und schuf wie wild ein Ornament aus Klang und Bild. Das kritisch kalte Urteil fand: "Zu schwülstig diesmal, Kitsch und Tand!" Er war am Ende, wagte nicht noch einmal sich an das Gedicht. Blieb...
dunst erhebt sich aus den wäldern krähen schreiten auf den feldern jedes blättchen wippt und tropft regengüsse gingen über wald und ackerkrume nieder hör nur - meister specht - er klopft   klopft an tiefgefurchter rinde dass er fette larven finde eh' er suchend weiterfliegt tropfen fallen aus den wipfeln prallen ab von tannenzipfeln bis sich jeder grashalm biegt   voll von wasserperlenketten feuersalamander retten sich indem sie bergwärts zieh'n kleine bächlein gluckern...
Im Badezimmer hängen stumm zwei neue Frotteetücher rum. Sie träumen von dem ersten Mal und freun sich schon aufs Ritual.   Ein Hüne steht am Wasserbecken, ganz nackt, das wird kein Zuckerschlecken! Sie sehen zu, wie er sich reinigt und hinterrücks ‘nen Lappen peinigt.   Die beiden frischen Frottees zittern, weil sie jetzt großes Unheil wittern. Wen nimmt der Kerl für Brust und Wangen, wer muss um seine Keuschheit bangen?   Schon hat der Schmutzfink zugegriffen und fröhlich vor sich hin...
Der Pfarrer kennt die Sünder gut, er hat schon viel gehört und fragt sich, was dem Trunkenbold die Seelenruhe stört. Es plagt ihn sicher schwere Schuld, der alte Beichtstuhl ächzt. Verständlich ist es leider nicht, was dieser Vogel krächzt. Auf einmal kracht ein Donnerschlag mit höllischem Gestank! Der Gottesmann bekreuzigt sich, die Nerven liegen blank. Ein Vaterunser hilft sogleich, dann spricht er ohne Hast: „Mein Sohn, was immer dich bedrückt, befrei dich von der...
Die Beobachtung der Frau Guckraus   Am Fenster sitzt Frau Guckraus Und observiert Herrn Duckmaus:   Ob ein Halskorsett derlei Nicht Stuhl des Vorgesetzten sei, Welchem er ins Rektum schnellte, Als der zornig "Duckmaus!" bellte?   Und sie kam zu dem Entschluss, Dass es daran liegen muss!
      Handzahm   Ich würd dich gern mal wieder richtig knallen, ganz ohne Vorspiel, lüstern und spontan, mich haltlos in dein wirres Haar verkrallen. Wann haben wir´s das letzte Mal getan?   Ganz ohne Vorspiel, lüstern und spontan, war unser Weg in zügellose Sphären. Wann haben wir´s das letzte Mal getan? Wer nahm uns unser glühendes Begehren?   War unser Weg in zügellose Sphären das Gaukelspiel von einer finstren Macht? Wer nahm uns unser glühendes Begehren? Ein Alb, der uns aus voller...
Eines Tages  glühen der Träume  Hoffnungsfunken wieder   und das Sonnengold des Himmels perlt ans Fenster deiner Seele   eines Tages zerreisst das dunkle Netz der Traurigkeit und des Windes Feueratem  lässt dir Weizen und Klatschmohn blühen   Singen wird der Sommerwein glühend in deinen Adern in in Regenbogenfarben wird dein Licht der Seele strahlen    
Steh am Fenster: Windgemunkel Erste Böen, es wird dunkel Wolken drohen, gelb, grau, blau Heißa, jetzt beginnt die Schau   Kurz darauf ein wilder Krach Durch die Lüfte schwebt ein Dach Dann enteilt im Sturmgeheule Pfeifend eine Litfaßsäule   Rüben kreisen schnell und schneller Tassen, Töpfe, Gläser, Teller Fallen in den Reigen ein Irgendwo 'ne Geige? Nein   Schau, da fliegt der Nachbar Schwacke In der leichten Sommerjacke Deutlich hör' ich sein Gebrüll Wüsste gern wohin der will?   Als der...
Draußen sitze ich im Stillen, über mir liegt Abendruh, in der Wiese zirpen Grillen, eine Drossel singt dazu. Schwalben tummeln sich im Kreise, Duft weht aus dem Lindenbaum, Blätter wiegen sich ganz leise halb im Wachen, halb im Traum. Hebe mich auf leichten Schwingen fort aus dem realen Sein und bin eins mit all den Dingen rings im Abendsonnenschein.
Das Wetter ist nur trist und grau, der Regen stiehlt ihm jede Schau und jeden Schick, mal froh zu sein, das geht mir langsam echt aufs Schwein.   Das arme Tier kann nichts dafür, ich nehm es nur zum Reimen mir, denn hätte ich die Kuh genommen, dann wär ich davon abgekommen.   So viel ists Wetter ja nicht wert, drum nahm ich hierfür nicht das Pferd, solch edles Tier, ich darf doch bitten, wird allenfalls von mir geritten.   Die Ziege hätt ich fast vergessen, doch sie schien...
Hat zum Schluss der große Meister uns sein Füllhorn mitgebracht? Denn mit Ankunftszeichen weist er stürmisch hin, mit aller Pracht.   Aufgeregt mit bunten Fähnchen steht manch Baum am Wegesrand. Sie begrüßen jeden Windzug, Blätter außer Rand und Band.   Endlich kommt mit grellen Farben lauthals knatternd er ums Eck ratternd flatternd angefahren, macht viel Wind und auch viel Dreck.   So verrücken nun die Zeiten, alle Wege sind geschmückt. Tonnen rollen, Müll verbreitend...
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