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Feedback jeder Art all’s fair in love and poetry

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  • evermore
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In this quiet room
I stand before no jury, no department
No charges to present
No need for unraveling or lament
But for the sake of honoring
And gently documenting
As you may not have witnessed at all
There was no fracture, no fall
No fevered plea of insanity
Just a slow return to humanity
You see, the pendulum rests
For once, it forgets to swing
And the calm it brings
Lets even the guarded heart sing
Lovers spend years bracing for the break
Expecting fault lines in every ache
But somehow we built what did not collapse
No hidden traps
No maps drawn in fear of relapse
We didn’t wish on comets
Didn’t beg fate to align
We stood in the daylight
And still chose to shine
And in one quiet moment,
we built up the whole sky.
Spring didn’t crash through the glass unannounced
It lingered, it settled, it softly renounced
Every ghost that had sworn it would stay
Every echo that once led me astray
No rescuer came with a trembling sword
No savior I felt I had to reward
Just hands that were steady
And eyes that were ready
To see all of me
And not turn away
He didn’t conquer, didn’t claim
Didn’t reduce me to something tame
He learned the language beneath my skin
And stayed long enough to let me in
«In summation, this was not a love affair, but something rare.»
I’d say without raising my voice from the chair
No frenzy, no damage, no need to defend
Just something that chose not to end
And so I enter into memory
Not as evidence, not as defense
No armor laid out for inspection
No history sharpened into sense
No muses mistaken for bruises
No poetry born just to bleed
No relics of war dressed as longing
No hunger disguised as a need
No ticking of bombs dressed as romance
No ink pulled from bitterness’ well
Just quiet, unremarkable moments
That somehow learned how to swell
Not all love arrives like a warning
Not all of it asks to be named
Some of it grows in the open
And never once needed to be tamed
All’s fair in love and poetry -
But this was neither a fight nor a plea
Just something that stayed when it could have run
And chose, every day, to just be
Sincerely,
Someone who didn’t burn to be known
But was seen -
And, for once, not undone








Inspiriert durch: «All’s fair in love and poetry...» (Taylor Swift: THE TORTURED POETS DEPARTMENT, 2024)
 
Hallo Evermore, ich würde sagen, schön Dich wieder zu lesen, doch ich bin leider dem Englischen nicht so mächtig. Aber ich habe es mir übersetzen lassen und Deine Gedanken gefallen mir. Vielleicht stellst Du eine Übersetzung ein?
Besonders spricht mich der Gedanke an: "Einer, der gesehen wurde" Es ist ein gutes Gefühl, wahrgenommen zu werden. "Nur etwas, das blieb, obwohl es hätte fliehen können und sich jeden Tag entschied, einfach zu sein..." Das ist ebenfalls gut gesagt und gedacht, wie ich finde.

Liebe Grüße Darkjuls
 
Liebe @Darkjuls,

vielen Dank für Deine lieben Worte, darüber habe ich mich wirklich gefreut.
Es bedeutet mir viel, dass Dich gerade diese Gedanken angesprochen haben. Das „Gesehenwerden“ ist für mich auch ein ganz zentraler Punkt.

An einer deutschen Übersetzung arbeite ich. Es wäre natürlich einfacher, es wortgetreu zu übermitteln, aber ich versuche, den Klang vom Englischen ins Deutsche nicht zu verlieren. Ich stelle es dann hier rein.

Bis dahin liebe Grüsse,
evermore
 
Alles mag erlaubt sein in Liebe und in Worten

In diesem stillen Raum
steh ich vor keinem Richter, keiner Instanz
kein Vorwurf liegt bereit
kein Faden, den ich lösen müsste
kein Klagen, das mich bindet

Nur um zu würdigen,
um leise festzuhalten,
was vielleicht niemand je gesehen hat:

Es gab kein Zerbrechen, kein Fallen
kein fiebriges Flehen nach Wahnsinn
nur eine langsame Rückkehr
zur Menschlichkeit.

Siehst du, das Pendel ruht,
zum ersten Mal vergisst es zu schwingen
und diese Stille
lässt selbst ein wachendes Herz singen.

Man gewöhnt sich daran,
Risse in jeder Berührung zu suchen,
an den Bruch zu glauben,
lange bevor er geschieht.

Und doch haben wir etwas gebaut,
das einfach blieb.
Keine verborgenen Fallen,
keine Karten aus Angst vor dem Rückfall.

Wir haben nicht zu Sternen geflüstert,
nicht das Schicksal angefleht,
wir standen im hellen Tag
und haben uns trotzdem entschieden zu leuchten.

Und in einem dieser leisen Momente
haben wir den Himmel
einfach wachsen lassen.

Der Frühling kam nicht als Sturm,
er blieb,
legte sich sanft
und ließ die alten Geister gehen -
die, die geschworen hatten zu bleiben,
die, die mich einst fehlführten.

Kein Retter trat hervor,
kein Held, dem ich hätte danken müssen.
Nur Hände, die ruhig waren,
Augen, die bereit waren
alles zu sehen
und nicht fortzusehen.

Er hat nicht erobert,
nicht genommen,
mich nicht gezähmt.
Er hat die Sprache gelernt,
die unter meiner Haut liegt,
und ist geblieben,
lange genug, um mich einzulassen.

„Wenn man es zusammenfasst:
Das war keine Liebesgeschichte -
sondern etwas Seltenes.“

Würde ich sagen,
ohne die Stimme zu heben.

Kein Rausch, kein Schaden,
nichts zu verteidigen.
Nur etwas,
das sich entschied zu bleiben.

Und so geht es in meine Erinnerung ein,
nicht als Beweis, nicht als Schutz
kein Panzer, der geprüft werden muss
keine Vergangenheit, die sich rechtfertigt.

Keine Muse aus Wunden gemacht,
keine Worte, die bluten müssen.
Kein Krieg, der sich als Sehnsucht verkleidet,
kein Hunger, der Liebe spielt.

Keine tickenden Bomben
im Gewand von Romantik,
keine Tinte aus Bitterkeit.

Nur stille, unscheinbare Augenblicke,
die plötzlich gelernt haben,
groß zu werden.

Nicht jede Liebe kommt als Warnung,
nicht jede verlangt einen Namen.
Manche wachsen einfach im Offenen
und mussten nie gebrochen werden, um zu bleiben.

Alles mag erlaubt sein
in Liebe und in Worten -
doch das hier war weder Kampf noch Bitte.

Nur etwas,
das hätte gehen können
und sich -
jeden Tag -
für das Bleiben entschied.

Mit freundlichen Grüßen,

jemand,
der nicht brennen musste, um gesehen zu werden -
aber gesehen wurde
und daran
zum ersten Mal
nicht zerfiel.
 
  • evermore
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