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Feedback jeder Art Der Zug der Zeit

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Der Zug der Zeit

kennt keinen Fahrplan,
keine Haltepunkte während der Fahrt,
noch eine Endstation,
er rollt ins unbekannte Ungewisse,

ist voll besetzt,
gesteuert von Lokführern,
die, gelenkt von ihrem Ego,
nicht interessiert am Unheil von Fahrgästen.

Dieser Zug hat inzwischen
volle Fahrt aufgenommen.
Ob er jemals in einer erträglichen Zukunft
ankommen wird, scheint zweifelhaft.


(„Carolus“ in „poeten.de“ am 16.03.2026,
im Zug zwischen Heidelberg und Karlsruhe)
 
Lieber Carolus,
in der Geschichte scheint es schon immer Lokführer gegeben zu haben, die auf Brücken zugesteuert sind, welche noch nicht fertig gebaut wurden. Heute glauben viele, dass die Lösung, um auf die andere Seite der Schucht zu kommen, Beschleunigung ist. Die Fahrgäste glauben das manchmal nicht, haben aber Angst, aus dem fahrenden Zug geworfen zu werden, wenn sie das zu verhindern versuchen. Und je schneller sich dieser bewegt, umso schlimmer wird es. Die Analogie find ich super, mir schwirren eine Menge Szenarien der Auswege und Ausweglosigkeiten durch den Kopf, aber das würde hier zu weit führen.
Ich hoffe, Dein Zug ist gut in Karlsruhe angekommen.
Alles Gute und vielen Dank für diese interessante Inspiration. VLG
Peter
 
Lieber Peter, ganz herzlichen Dank für Deinen einfühlenden Beitrag! Sofort fiel mir mein Text "Immer schneller..." vom 16.11.25 ein. Davon zitiere ich die ersten beiden Strophen, weil sie den von Dir angesprochenen Grundgedanken der Schnelligkeit deutlich werden lassen.

Immer schneller

rast der Zug der Zeit durch das Tunnel
einem unbekanntem Ziel entgegen.
Warnlicht geistert an den Wänden.
Schienentakte plötzlich enden.
Alle Lampen blinken rotes Halt.
Schreie und Entsetzen.

Reisende verlassen die Abteile,
wagen sich verstört im Dunkeln
hin zum Tunnelende.
Schienen weisen dort nach unten.
Schwarzer Abgrund vor den Füßen droht.
Hörbar in der Tiefe rauscht des Todes Fluss.


Übrigens ging's nach Rastatt Richtung Fre
udenstadt noch in den Schwarzwald weiter. ("hörbar in der Tiefe rauscht(e) die Murg")
Nochmals Herzens Dank für Deine recht anregende Stellungnahme. Guten Schlaf! Ich werde mich jetzt auch aufs Ohr legen…
Carolus
 
Lieber Carolus,
und doch bleibt es jedem selbst überlassen, ob er/sie in diesen Zug einsteigen will, oder sich einen anderen Weg sucht, um sicher an ein Ziel zu gelangen. Anhalten können wir ihn nicht (mehr).
Er wird weiterfahren.
Nachdenkliche Grüße
Chilicat
 
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