Teil 7/8
Die Magierschule
Ich träumte von einem Bibliothekssaal.
Und einem Zauberer.
Er läuft mit seinen drei Lehrlingen durch das kolossale Gebäude.
Es ist nicht sehr hell dort und die Wände sehr hoch.
Obwohl der Saal gigantisch ist, sind nicht viele Bücher dort.
Doch eines sticht hervor:
Leuchtend und anziehend –
ein riesiger Standspiegel.
Der Zauberer hält inne.
Dann spricht er inständig zu seinen Lehrlingen,
weist darauf hin:
Bei diesem Spiegel müsse man vorsichtig sein!
Ein Blick hinein zeige nicht dich,
sondern deinen größten Wunsch.
Wer den Blick hineinwagt, habe viel Mut.
Doch nicht jeder könne ihn ertragen.
Und er weist mit dem Finger auf die Person,
die gerade in den Spiegel sieht.
Das bin ich.
Ich bin die, die in den Spiegel schaut.
Von außen sehe ich mich.
Wie ich mit großen überraschten Augen, voller Freude, davor stehe –
in die Luft springe –
mir vor Fassungslosigkeit immer wieder die Hände vors Gesicht halte -
und lautes, kindliches Quietschen von mir gebe.
Voller Glückseligkeit.
Und während ich mich aus der Ferne so betrachte,
halte ich inne.
Betreten senke ich den Blick auf diese Version von mir –
Was tut sie da?
Und ich erröte.
Warum verliert sie so die Fassung?
Beim Anblick wirkt sie fast wahnsinnig.
Ich tippel angespannt hin und her,
als müsse ich eingreifen.
Wieso kann sie den Blick nicht abwenden?
Je länger ich sie betrachte,
desto seltsamer finde ich es.
Umso stärker wird dieses unkontrollierte Gefühl in mir.
Das Bild von ihr ist furchtbar.
Und doch -
schrecklich schön anzusehen.
Bei ihrem Tanz vor Freude muss ich plötzlich schmunzeln.
Und ich löse meine verschränkten Arme.
Ich bin erstaunt,
dass sie sich bei dem, was sie sieht,
so sehr erfreuen kann.
Und meine Augen lächeln jetzt.
Wie bezaubernd sie dabei aussieht.
So habe ich mich noch nie gesehen.
Fasziniert beobachte ich sie weiter
und versuche, ein Stück näher zu kommen.
Schleichend,
als würde dieser Anblick sich sonst in Luft auflösen.
Und so gerne würde ich wissen,
was sie dort im Spiegel sieht.
🎶Hiatus - "Precious little"🎶
Die Musik passt für mich hervorragend zu diesem Text. 🙂
Die Magierschule
Ich träumte von einem Bibliothekssaal.
Und einem Zauberer.
Er läuft mit seinen drei Lehrlingen durch das kolossale Gebäude.
Es ist nicht sehr hell dort und die Wände sehr hoch.
Obwohl der Saal gigantisch ist, sind nicht viele Bücher dort.
Doch eines sticht hervor:
Leuchtend und anziehend –
ein riesiger Standspiegel.
Der Zauberer hält inne.
Dann spricht er inständig zu seinen Lehrlingen,
weist darauf hin:
Bei diesem Spiegel müsse man vorsichtig sein!
Ein Blick hinein zeige nicht dich,
sondern deinen größten Wunsch.
Wer den Blick hineinwagt, habe viel Mut.
Doch nicht jeder könne ihn ertragen.
Und er weist mit dem Finger auf die Person,
die gerade in den Spiegel sieht.
Das bin ich.
Ich bin die, die in den Spiegel schaut.
Von außen sehe ich mich.
Wie ich mit großen überraschten Augen, voller Freude, davor stehe –
in die Luft springe –
mir vor Fassungslosigkeit immer wieder die Hände vors Gesicht halte -
und lautes, kindliches Quietschen von mir gebe.
Voller Glückseligkeit.
Und während ich mich aus der Ferne so betrachte,
halte ich inne.
Betreten senke ich den Blick auf diese Version von mir –
Was tut sie da?
Und ich erröte.
Warum verliert sie so die Fassung?
Beim Anblick wirkt sie fast wahnsinnig.
Ich tippel angespannt hin und her,
als müsse ich eingreifen.
Wieso kann sie den Blick nicht abwenden?
Je länger ich sie betrachte,
desto seltsamer finde ich es.
Umso stärker wird dieses unkontrollierte Gefühl in mir.
Das Bild von ihr ist furchtbar.
Und doch -
schrecklich schön anzusehen.
Bei ihrem Tanz vor Freude muss ich plötzlich schmunzeln.
Und ich löse meine verschränkten Arme.
Ich bin erstaunt,
dass sie sich bei dem, was sie sieht,
so sehr erfreuen kann.
Und meine Augen lächeln jetzt.
Wie bezaubernd sie dabei aussieht.
So habe ich mich noch nie gesehen.
Fasziniert beobachte ich sie weiter
und versuche, ein Stück näher zu kommen.
Schleichend,
als würde dieser Anblick sich sonst in Luft auflösen.
Und so gerne würde ich wissen,
was sie dort im Spiegel sieht.
🎶Hiatus - "Precious little"🎶
Die Musik passt für mich hervorragend zu diesem Text. 🙂